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06.06.2005
Reborn
Culture Kultür – ein Name, der mir bis zum M’era Luna 2003 kein Begriff war. Danach blieb ...

Culture Kultür Spirit

Culture Kultür haben 1992 als sich eher an der EBM orientierende Band begonnen, entwickelten sich aber ziemlich schnell in Richtung Future-Pop und hatte mit der EP "DNA Slaves" auch ein recht heißes Eisen im Genrefeuer. Nach einem dritten Album namens "Reborn" wurde es still um die Spanier. Bis jetzt überraschend "Spirit" das Licht der Welt erblickte. Da mir die Band immer sympathisch war, habe ich mich voller Vorfreude auf die neue CD gestürzt. Dabei habe ich allerdings nicht damit gerechnet, dass ich 2010 noch mal eine waschechte Future-Pop CD zugeschickt bekommen würde. Der so genannte Weiberelectro hatte auf mich seine Anziehungskraft nach den durchaus spannenden Anfangstagen doch relativ schnell verloren. Aus Gründen der Fairness versuche ich jetzt alle Vorbehalte beiseite zu schieben und eine möglichst objektive Kritik abzuliefern.

Schon bei „Sieged“ flirrt und stampft es als stünden wir noch kurz vor der Jahrtausendwende. Erst mit „dead second“ wird dieser ausgetretene Pfad verlassen und die düstere Atmosphäre des Songs baut sich langsam auf und stimmt auf einen emotionalen Höhepunkt ein. Bleibt zu hoffen, dass es möglichst viele Hörer bis hier hin schaffen. In seinen guten Momenten klingt CK heute wie Assemblage 23 gestern („Unforgiven“). Oder beweißt Gefühl mit der Ballade „Silence“. Mit „My Voice“ oder dem ruhigen „I Found You“ klingen Culture Kultür endlich souveräner und verzichten auf aufdringliche Clubsounds und einen eintönigen Beat. Mehr davon und weniger Songs die klingen wie viele der unzähligen Bands dieses Genres in der Phase des Niedergangs, als es schwierig geworden war, die Bands oder Songs auseinander zu halten. Über die Coverversion von „Love Will Tear Us Apart“ verkneife ich mir ein Urteil.

"Spirit" ist handwerklich gut gemacht. Und ohne Frage hat die Band um Sänger Salva Maine ein Händchen für Melodien und eingängige Refrains. Wer zudem noch immer ein Faible für diese Form der elektronischen Musik hat, sollte in das vierte Album des Dreiers auf jeden Fall reinhören. Ich muss aber gestehen, dass die Anzahl der Lichtblicke für mich am Ende nicht ausreicht, um zu einem positiveren Fazit zu kommen. Dies zu verschweigen wäre ebenfalls unfair.

Facts:

Label:
Caustic

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
09.12.2010

VÖ-Datum:
11.10.2010

Leserwertungen:
14

Bewertung:
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Leserwertung:
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Autor:
Minne

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Minne hat bereits 153 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne.Das Fazit von Minne zu diesem Review lautet: Das ist ganz klar Future-Pop. Punkt. Und trotzdem nicht schlecht. 2010-12-09 14 3,3

Tracklist:

01. Sieged
02. Blind Man
03. Love Will Tear Us Apart
04. Dead Second
05. Drum Machine
06. Unforgiven
07. Toxic Pulse
08. Never Again
09. Silence
10. My Voice
11. I Found You

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