Ja, die Optik hat in bestimmten Szenen einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert. Die schwarze Szene gehört unzweifelhaft in diese Kategorie und gerade im Elektrobereich kommt es mir so vor, dass viele Szeneanhänger mehr Fotoshootings als eigene Cds vorzuweisen haben. Also kam mit der auf 666 Exemplare limitierten EP von "Aesthetic Perfection" auch mehr Hülle als Inhalt auf den Markt und auch an der eigenen Optik hat Daniel Graves in den letzten Jahren gearbeitet... mehr als an der Musik. Die vorliegende EP war der Vorgeschmack auf das Album "All beauty destroyed", das offiziell im November des letzten Jahres erschien. Warum die EP jetzt erst bei mir gelandet ist... wer weiß. Ich komme meiner Pflicht nach und bewerte das gute (?) Teil Der Lerninhalt dieser EP ist in meinen Ohren eher gering. Zum einen habe ich nun zum ersten Mal den Musikstil "Aggrotechno" gelesen, zum anderen weiß ich, dass Aesthetic Perfection eine gewisse freundschaftliche Bande mit Combichrist pflegen (durch Remixe und gemeinsame Touren). Letztendlich haben wir es aber vor allem mit einer CD zu tun, die eher für Fans des Projektes oder Djs interessant sein dürfte, denn die 6 Versionen des Titeltracks "Inhuman" und das restliche Probefutter machen musikalisch wenig satt. Privathörer können getrost auf das reguläre Album zurückgreifen, alle anderen eigentlich auch: "Inhuman" ist durchsschnittliches Clubfutter, tut nicht weh und regt nicht auf. Lieblingslied kann es eigentlich von niemanden werden und die Remixe sind so interessant wie die Unterschiede zwischen den verschiedenen "Napoli" Saucen von Maggi, Knorr und weiß-der-Geier. Mjau, fad.